Umzug; u-bahn.
 



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Leidtragende/r anwesend Mademoiselle Chauve souris?

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"Tut dir was weh?", fragte sie, als sie mich schluchzen hörte beim Anblick des rumfließenden Blutes.
"Nein, ich frage mich nur, wie lange es noch dauert bis ich tot bin."
...
Ein handfestes kapitales Interesse ist immer hilfreich bei derartiger Situationsforschung. Im Nachhinein sollte es insofern zu Magenverstimmungen kommen, ausgefransten Ärmeln und verfallenen Wimpern.
3.4.06 16:56


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... Wichtig für die Unterschiede zwischen mehreren, gleichrangigen Faktoren ist der Stellenwert des Glücks in der Unwissenheit. Wüsste ich nicht, was mich von grundauf hier her gepiekt hat, wäre ich glücklich beim Anblick der verwinkelten Straßen und den schwarzen Rechtecken, die die Helligkeit aus den Häusern rausschneidet, wie Fenster. Der Himmel ist hellblau und die Wolke mein Haustier, ein Lämmchen zum Verkaufen und von den kaugummitalern kaufe ich uns zwei rotgepunktete Haarspangen, einen Hund, oder einen Hut. Und es ist schön, genau wie das ergänzende Geräusch der rumfahrenden Straßenbahn und die Wetterhähne drehen sich zu mir, weil ich puste und die Gänseblümchen sollten nicht unter meinem Leid.
Und ich… habe ein Beispiel.
Das Beispiel ist die rollende Pflanze dadrüben, weil die ist abartig und hat mir meine Fügung geklaut. Meine Fügung und das einzige, was mich hätte einrasten lassen in die momentanen Zusammenhänge und nun wandle ich wie tot durch die Bratpfannen und über die Stege und ich singe dabei und ich vermisse und muss den aufgeschlagenen Köpfen dabei zu sehen, wie sie zu Spiegeleiern werden auf meinem Weg. Und ihre Besitzer lächeln mich mit den verbliebenen Resten an und ich lege mich vors Fenster, gucke den Sternen zu beim Spielen und überlege, ob ich mein Zimmer gelb streiche oder die Weiße der Wänden nicht doch einem zärtlichen… NOUGAT ton weichen soll, aus dem tristesten Ohr raus und, warum jetzt Ohr?
Irgendjemand hat gesagt, dass ich mich an der Laterne festhalten soll, weil das Gleichgewicht sonst rausfällt aus diesem nougatfarbenen Ohr. Kann mir mal das mal jemand erklären?
Kann mal jemand das Licht wieder anmachén, ich krieg so leicht Angst und Alpträume und die Sterne gibt es eh nicht mehr, die kann ich nicht zählen?
4.4.06 16:24


Wolken hingen zwischen der Dunkelheit und der Himmel dahinter war schwarz.
Wände gab es nicht.
Wir legten uns auf die nassen Grashalme und atmeten den Regen ein und die dazu gehörige Luft, sie roch klar und kalt nach Nirvana.
Es war einsam und wir rannten über die durchsichtigen Perlen, ich nahm die Hand und du nahmst meinen Schuh und als ich meine schwarze Kapuze aufsetzte, war ich unsichtbar.
Und du hast mir deine Fruitloops gemacht am imaginären Lagerfeuer und mit mir über die Härte des Holzes beim Hacken geredet, mit einer Stimme die in meinen Füßen juckt.
...
Eigentlich verstecken sich Schmetterlinge vor mir. Trotzdem sehe ich immer wieder ein paar von ihnen auf der Wäscheleine baumeln, zwischen den graumelierten Socken meines steinernen Umfeldes; sorry, dear, there´s a snake bite playing in your heart.

Und was ich noch sagen wollte, ohne eine träne von dir wegmachen zu können, dass ich bei dir bleibe im Kopf und meine Fingerspitzen dein linkes Ohr nie vergessen werden.
4.4.06 18:07


"Von fünf Möwen haben drei eine Zahnspange bezahlt bekommen vom Spaß, das ist natürlich wunderbar!"

...und auf meinem Kopf sträuben sich wie Haare die Zehen?!

Ich klopfe die Kerbe in deinem Lächeln aus ihrem Bett und kann nicht glauben, dass ich mal war wie jeder andere und nun erwachsen wurde und nun dem Teufel persönlich gleich, also fick dich.
6.4.06 00:36


Meine Geschichte begann damit, da zu sein.

In einem schwarzroten Raum, voll von schwarzpinken Menschen und schwarzweißen Bildern befand ich mich weder in meinem Kopf noch in einem dieser leerstehenden Herzen, die sich in letzter Zeit viel öfter als nötig auf traurige Bordsteinkanten gesetzt hatten oder in Hauseingänge mitleidsfähiger Hauseingangsbesitzer.

Ich befand mich auf einem Stuhl und widmete meine Überlegungen der Zukunft, die unvermeindlich auf mich zu zukommen schien; Grund genug für diese Tatsache bestand aus der türkisen Uhr, die an der tristesten und somit auffäligsten der bröckelnden Wände hing und scheinbar nur dazu da war, um unehrlichsten Menschen ihre minutenbedingte Selbstzerstörung in die Fresse zu rammen. Sie besaß einen hübschen Sekundenzeiger in Form eines Menschen in dunkelblauem Anzug und Ziffern, deren Beschaffenheiten der eines zotteligen Blitzes glichen und sie tickte lauter als nötig, lauter, als dass man hätte weghören können.

Statt des Weghörens saß man nun auf zerschlissenen Ledersesseln, rührte in zu heißen Latte Macciatos, die man im Nachhinein nach Geschmack und Gefühl bezahlte und war geschockt über die Umstände.

Auf den sperrigen Holztischen stand gelegentlich eine reizende Kornblume in unpassender Flasche, oder eine Kerze zum Beispiel. Absolut gar nichts allerdings schien zu passen. Die Bediensteten besaßen verschiedene Einstellungen und so hatte eine grämige Mützenschlampe in front of the shit sein Trinkgeld kassiert, tatsächlich störte ich mich daran und forschte weiter nach gewissen Unannehmlichkeiten, die mir dieses Dreckloch hätten unsymphatisch machen könnten.

…Es hieß bloß so und vielleicht basierte hierauf ein kleines Problem, das mir meine derzeitigen Gedankengänge versperrte und mich nichts als das Schlechte in der ganzen, großen Welt sehen ließ. Dieses Ding schien angesehen in Bettykreisen, es tönten annehmliche Musiken und tatsächlich war ein kleiner Funke Gemütlichkeit in Julis Lieblingsloch vorhanden, der sich in mein verbissenes Herz geschlichen hatte und es nun zu zerknabbern anfing. Ich mochte das provisorische Kerzenlicht und an manchen Tischen saßen Menschen mit teuren Oberteilen und Walmarktchucks für acht euro und das sind ja bekanntlich die Coolsten, oder, das stimmt doch?!

Und vielleicht, ganz vielleicht fühlte ich mich so gar wohl hier. Alleine wartete ich nun seit einer halben Stunde und hatte mich keine einzige Sekunde über die Konsequenzen dieses unfreiwilligen Hierseins gegrämt. Ich ertrug. Alles.
...
Nicht nur das Passierte ist eine lange Geschichte, wenn auch nur normaler weise; dieses Alles ist wichtig und macht derweilige Situationen aus. Hätte ich in diesem Moment der bedingungslosen Verwirrung einen Gedanken daran verschenkt, wären einige Umzugskarton vorgekommen in meinem Kopf, ein bisschen Blut und viele Menschen und Lügen und Nächte, voll von rotgelblichen Froschmonstern und verfolgenden Bildern. Diese Menschen vermisste ich und diese Bilder hätte ich zu gern vergessen; ein paar Millionen Schritte entfernt von so was wie einem früheren Jahr war ich nicht zum ersten Mal in der Fremde angekommen, dafür allerdings zum ersten Mal bewusst und direkt hatte ich einen Baum verschluckt am Bahnhof und mir keine Gedanken über das gemacht, was passiert ist und passieren könnte. Diese beiden Fragen wollten mich nun also kaputt machen.

Ohne mit der Wimper zu zucken, eröffneten sie eine Blinzelfabrik verwandelten sie sich in eine Hand voll Pfeile, die die Wahrheit auf mich richtete und schließlich fing sie an, mit dem Werfen und sie trafen mich – die Pfeile trafen mich und das auch noch in der Öffentlichkeit.
6.4.06 12:37


...du bist halbtot, halbtot, die kerben in meinem Lächeln beginnen die roten Kreise zu zeichnen. Jetzt braucht die Welt das Sehen der Zeit, die verrinnt wie Sandkörner in staubigen Regenrohren; da ist kein Licht in den Augen der Katze und mein Kopf ist zu langsam.
Ich wette, dass ich schlafen könnte mit zwei Messern im Arm und du neben mir aufwachen, vier Schusswaffen in meinen Kopf schieben würdest durch Einbuchtungen links neben den Augenhöhlen. (?!)
Da ist ein alleingelassener Platz in der Helligkeit mit meinem Namen auf dem Sitz,

Jede Zeit kommt irgendwann und ich denke, unsere ist kaputt und im Arsch und zerrissen, kannst du dich bitte beeilen? Kannst nicht warten auf den Tag, an dem ich nicht mehr bei dir bin und das Gesicht der Reste im stabilisierten Deckenbereich zermauert bleibt wie die kakerlaken im eigenen Rest und zwar in dem dieser Augenhöhleneinbuchtungen... ich bin längst erwachsen, aber das weißt du ja.
6.4.06 20:50


Reißen in der Lunge inmitten dreihundertsechzigeinhalb großer, schwarzer Blöcke in Form von Mahnmälern und wir in Form von kleinkindlichem Abschaum, der rumrannte und wie auf Rollschuhen eroberten wir die Welt innerhalb des Monsterwerks.

Ein kleiner Mensch in front of the Werbetafel klatschte beim Anblick der Nachtwächter. Die schweren Vierecke schnitten sich schwärzer als die Dunkelheit ins Stillleben, wir gingen verloren und versteckten uns und wenn Methoden des Stehens in einer Schlange woanders hätten schöner sein können, glaube ich jedenfalls nicht daran... Heizpilznächte. Kübelpflanzen und Balkon, während die Luft graumeliert in Form von Rauchwolken durch das Zimmer schwebte und die Sonne allem Anschein nach längst untergegangen war, auch im Herz drin und das Kaugummi stopfte das Loch im Hals.



Außerdem lachten wir genauso, dass es gekitzelt hat in der Fingernarbe. Außerdem saßen wir am dunkelbraunen Mahagonietwas vor zwei Schüsseln und waren, genau wie genannte Becher selbst, gefüllt mit asche.
Und im Nachhinein war alles schön; in belanglosen armen redete ich belangloses Zeug, bloß um den wichtigen Rest egal sein zu lassen.
7.4.06 23:26


Versteckt mich bei euch.

Und ich habe keine Wörter mehr
Und ich habe keine Wörter mehr
Und ich habe keine Wörter mehr

klammer auf

klammer zu

... auf meiner schulter verbeugen sich wie fingernägel die lieblingskatzen.
thinking of the gelbgrünlichen spiders.
9.4.06 00:23


Meine blutigen Fingernägel haben sich in die Wand gekrallt, sie splitterten ab und das Blut lief mir in die Ohren beim Abwischen des Salzwassers mit der zu weißen Handfläche...
Zu oft denke ich an die Hochhäuser.
Sie existieren und wir könnten in Strandkörbern sitzen; bis jemand Anlauf nimmt und der jeweils andere die Hände mit dem Rücken zum Himmel gedreht zu Fäusten ballt, die Augen zukneift, der Tragik ins faltige Gesicht blicken muss nach Sekunden des Ignorierens. Spätestens beim Geräusch des Aufpralls...
Schrecken wir auf, balancieren auf dem Geländer zwischen Unendlichkeit und Leben und beim Anblick des Anderen ist der Unterschied egal.
Dazwischen und beidem nahe genug. Um nicht verrückt zu werden und die Handflächen wurden rot, obwohl rot die Farbe der Liebe ist und alles blutete, weißt du?
Der Asphalt war rot und der Horizont, an dem sich das kargende Licht versteckte hinter verdreckten Atomwolken.

Wir beschützen uns, versprichst du mir das?
Wir sind unsere Böden, anstatt des grauen Beton.

Und ich versenke meinen Kopf im Waschbecken und lasse ihn abtropfen. Öffne ihn, damit du das Hirn rausnehmen kannst und dir das nötige Übel wegkrallen.
10.4.06 19:08


Ich zerschieße mein Gleichgewicht und
die Luft wird schwarz und
fliegt durch den Raum wie das Nichts

in Wolkenform
Wie die offenen Wunden, in
die ich Watte streute anstelle des Salzes
. während der Asphalt rot wurde
wie Liebe
und der rote Horizont verdreckte Atomwolken versteckte hinter
den skurrilen Linien im Herz.

In der Landschaft.
Auf den Armen.
In den Gefühlen, die situationsbedingt rumbohren in der Luftröhre und sich zu verschieden
anfühlen.

Und sie fühlen sich an...
nach hellgelbgrünorange, nougatfarben,
dunkelrot aufgrund der Triebzugverspätung.

Weil dieses Vermissen auffrisst, zuerst den Hals und die Lunge und die Fingerspitze, das Ohr und das Herz.
10.4.06 19:14


Ich möchte an das Gefühl denken dürfen, das sich anschleicht wenn man den gestreiften Schal in die Ecke hängt und die Stricknadeln kaputt und daneben. Hängt.
Und andere Dinge aufhängt, Zigaretten, die Spieluhr, den Wollmantel...

Nichts Besonderes; ein zu weißer Tisch mit anderweitig benutzbaren Schubladengriffen, rotgelbliche Kornblumen, abgezogene Dielen.
Ein Fensterbrett, auf dem man sitzen sollte und nicht vorhandene Sterne zählen der ich baumele meine Schuhe gegen die gegenüberlegende Überlegung in der
rothellblauen Hängematte...
Ich würde gerne ein paar Pflanzen pflücken und verschlucken, Konfetti aus dem Strandkorb schmeißen oder wenigstens ein Ohr umknicken in unbekannte Richtungen.
Die Sonne weiß das und rückt regelmäßig alles Schöne wieder in ein halbwegs realistischeres Licht, ohne sich direkt davon blenden zu lassen.
Bahnhofskommissionäre wundern sich über das Pfeifen des Puddings in ihrem Kopf, während du schwarz weiß getupft durch den Rest schwebst, in Sternen.

Ich vermisse.

Mit Blumensträußen und so...

MADAME WUNDERLICH zieht UM!
11.4.06 11:23


Die Tauben da draußen klingen so heiser, als wären es Möwen.
Es können natürlich auch Tauben mit Halsentzündung sein.
...
Hilst du mir bitte? Ich will aufstehen.
11.4.06 18:03


Bloß ein einziges, kleines Minuszeichen, das ich auf dem Tisch vollende mit der Schwärze des abgebrannten Streichholzes.

... sich währenddessen herzförmig in die Schädeldecke graviert, gegen die Bauchwände schmeißt und rote Striche zeichnet auf der gepunkteten Haut. Ein lilapinkrotfarbener Holzfliegevogel, der mir an den Kopf knallt und ich fing an zu weinen, zweieinhalb Tage lang.

Du bist der Fick, nach dem sich alle Engel die Finger lecken, mh?
13.4.06 12:02


Danke, Papierfliegerin.



Sie verkaufen Ansichtskarten von der Hinrichtung.
Sie bräunen ihre Pässe, Blatt für Blatt.


... und wir sterben zu langsam, um es genießen zu können.
14.4.06 22:53


Papiergeliebte Herzstreitigkeiten;
Die Erinnerung geht über die pure Metapher hinaus.

Die Schwärze der sonnigen Nacht bohrte sich in die Augen des unwirklichen Kindes. Es ist doch so böse gewesen.
Es saß im verschlossenen Schrank, es ist doch so böse gewesen und es kratzte die dazugehörigen Fingernägel rot an den Holzsplittern, schrie und zitterte während sich die Verzweiflung gegen seine Bauchwände schmiss, im Dreivierteltakt des Festes außerhalb meines dunklen Raumes.

Im staubigen Gedankengut versiffte es und wurde gezwungen zum Leiden nicht vorhandener Scheinglücklichkeiten. Ergriff die Stimmbänder und strich sie an mit dem weißen Lack der Innenseite; damit der Kitsch gefangen blieb im Spitzendeckchen als Geschenkpapier.
Das Geschenk: Werbung. Für zwei Messer mit der schönsten Schärfe im Kopf des Herkömmlichen.
16.4.06 00:55





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